La maraude

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Ahmed Kalouaz
Éditions du Rouergue
Sélection 2019

Théos Vater ist seit zwei Wochen spurlos verschwunden. Zuhause geht alles drunter und drüber, seit der gelernte Maurer arbeitslos ist und keinen Job mehr findet. Plötzlich ruft ein Freund der Familie an und behauptet, ihn in der nahegelegenen Stadt Grenoble gesehen zu haben. Er treibe sich mit einem Rucksack am Bahnhof herum und tue so, als würde er ihn nicht wiedererkennen. So schnappt sich eines Morgens auch der Teenager seinen Rucksack und macht sich auf die Suche nach seinem Vater - ohne der Mutter Bescheid zu geben. 3 Tage lang durchkämmt Théo sämtliche Plätze und Parks, wo Obdachlose sich aufhalten und ihre Lager aufschlagen. Abends geht er zum Kirchplatz, wo Mitarbeiter der Roten Kreuzes ("La Maraude") die Bedürftigen versorgen. Was hat dazu geführt, dass diese Menschen - Männer und Frauen jeden Alters und jeder Herkunft - auf der Straße leben?

Der Roman erzählt die verzweifelte Suche des jungen Théo nach seinem Vater und lässt dabei auch immer wieder Obdachlose ihre Geschichten erzählen. Ahmed Kalouas ist mit "La maraude" ein sprachlich sehr schöner und bewegender Roman über Menschen gelungen, die in Großstädten unterzugehen drohen.

Themen / Flucht, Vater, Stadt

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